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Frei nach der Novelle "Die Scheißmaschine"
von Aitsch-Dschi Wels
V.P.I. Hauptquartier in
Pickelsheim, N-Akten-Archiv, 1 Monat später - 14.August 11.11 Uhr
Inzwischen war wieder Normalität in M.Olders und
S.Gullys Arbeitsalltag eingekehrt. Sie stöberten wieder in den N-Akten
und machten dumme Scherze. Plötzlich leuchtete M.Olders Leuchtpen.
V.P.I. Hauptquartier in
Pickelsheim, S.Kinners Büro, diesmal Tee - 14.August 11.27 Uhr
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"Fahren Sie sofort in die Baker Street, da
ist im Puff - The magic Dragon die Wandekoration zum Leben erwacht..."
"OK, Chef, wir sind schon weg. Kann ja gar nicht so schlecht
sein, wenn ich hier wieder mal rauskomme", sagte S.Gully. "Ich
glaub' eher Sie sollten öfter kommen, S.Gully", sagte
M.Older. "und vielleicht sollte eher was rein ko.."."Komm
halt's Maul", erwidete S.Gully trocken, aber auch etwas beledigt.
Sie stiegen in ihren Dienstwagen und fuhren zu dem Haus das im Viertel
Neworleans, Reisigsanstr.6 stand. Als sie ankamen war bereits die
Polizei eingetroffen. Das Einzige was vom Drachen noch zu sehen
war waren die riesigen Fußabdrücke, Größe
77, die Richtung Fluß hinunterführten. Der Fluß
hatte um diese Zeit gewöhnlich viel Wasser. Diese Information
war völlig unnütz.
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Der zum Leben erwachte Diät-Deko-Drache
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"Idylle pur - wo ist der Drache nur?"
Rilke
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Wenn man Richtung Fluß sah, ah diese verdammte Idylle,
soooo schön. Wirklich zum träumen. S.Gully und M.Older
waren begeistert. Wie in M.Olders Heimat; M.Older war in Schweiß
geboren worden und dort mit Heidi und Heida aufgewachsen. Seine
besten Freunde waren Marianne und Michael gewesen, die, wie sich
später leider herrausstellte Volksmutanten waren und fremde
Rinder züchteten; Daraufhin wurden Sie zu 2 Jahren Zuchthaus
verurteilt. Ja, das Panorama erinnerte ihn an seinen ersten Zungenkuß...unter
einem schattigen Baum. Wirklich eklig. Er hatte im dorfeigenen
Schlachthof eine Rinderzunge geklaut, und hatte diese dann unter
eben diese Birke geküßt. Dann wurde ihm furchtbar schlecht
und er mußte kotzen. Erst hinterher erklärten ihm seine
Freunde, daß er da wohl was falsch verstanden hatte.
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Soviel zu M.Olders Erinnerung. Jetzt jagten sie
den kleinen Kiesweg hinunter zum Fluß, den Spuren des Drachen
nach, der feuerspeiend Tod und Verwüstung zurücklies.
Beide konnten jedoch nichts über seinen Aufenthaltsort sagen,
weder Tod Blerone noch Ver-Wüs Tung hatte irgendeine Ahnung.
Als sich der Weg kreuzte schmissen sie eine Münze. "Haben
Sie noch Andre Heller?" fragte M.Older. S.Gully verneinte.
Also gingen Sie in Richtung des riesigen Buschfeuers, das der Drache
verursacht hatte...sie fällten den Busch und schon war's erheblich
besser geworden. Dennoch blieb ein Waldbrand ungeahnten Ausmaßes
zurück. Der Brandschutzmeister der Region, Jack Pot, hatte
alle Hände voll zu tun. Mit seiner blauuniformierten Löschtruppe,
den Blue-Men, verursachte er den Brand, äh ich meinte versuchte
er den Brand in den Griff zu kriegen. Sein erster Kommandant Ben
Zien war ihm dabei nicht sehr hilfreich.
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Der Waldbrand den der Drache verursacht hatte.
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Die unheimliche Straße zum Haus des Wissenschaftlers
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Währendessen jagten unsere Helden dem Drachen
hinterher, der plötzlich verschwand, als sie ihn fast eingeholt
hatten. "Das sah aus wie ein Zeittor, oder?" "Ja",
bestätigte M.Older. Aus einer kleinen Hütte kam Sir Witz.
Er war begeistert, daß seine Zeitmaschine funktionierte. Er
hatte sie zusammen mit Emmas Sohn, Fittipaldi, gebaut. Sie mußten
so in dieser Einöde leben, weil beiden schwer an Philatelie
erkrankt waren; "ich hab' die Zeitmaschine entwickelt, um mich
in die Zukunft zu warpen. Dort haben sie vielleicht schon ein Heilmittel
gegen Philatelie gefunden. Das war nur ein Test, den Drachen wollt'
ich nicht reinbeamen", sagte Fittipaldi. "Kommen Sie doch
mit in unser Labor, dann können Sie sich alles in Ruhe anschauen."
M.Older und S.Gully blieb keine andere Wahl. Sie funkten noch kurz
S.Kinner an und gingen mit.
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Der Zeitreisende (denn so will ich ihn der Einfachheit
halber nennen) erläuterte ihnen eine schwer verständliche
Sache. "Der Drache hat es geschafft sich durch das Wurmloch
in der Zeit zurückzubeamen." "Das ist mir zu hoch",
entgegnete M.Older. "Wie konnte das passieren? Und sie haben
sogar versucht eine vierdimensionale Geometrie zu konstruieren?"
"Ja, entgegnete der Professor. Und warum können wir uns
nicht genausogut in der Zeit, wie in den anderen Dimensionen des
Raumes bewegen", fragte er S.Gully, die sich in ihre Schulzeit
zurückversetzt sah. Aber ein zivilisierter Mensch ist in dieser
Hinsicht besser d'ran als der Wilde. "Egal, die Maschine ist
hiermit beschlagnahmt", sagte S.Gully und fügte hinzu:
"Sie sind verhaftet und kommen mit uns". "Um eine
Gesellschaft vorzufinden, die auf einer streng kommunistischen Basis
errichtet ist? Niemals!" weigerte sich der Professor. "Sei'n
sie vernünftig, wir werden ihnen helfen, diese Maschine stellt
eine Bedrohung für die gesamte Menschheit dar", versuchte
M.Older zu erklären. Plötzlich begann sich der Assistent
des Professors wie wild im Kreis zu drehen. Oh, mein Gott, er hat
wieder einen elliptischen Anfall. Die Haushälterin des Professors,
Anna Konda, holte die Zirkelschenkel und schon beruhigte sich Fittipaldi.
"Sehen Sie, es ist schlimm", sagte der Professor, "und
in letzter Zeit hat er das immer öfter." "Unser Spezialistenteam
unter Prof. Dr. Franz B. Rantwein wird ihnen helfen", versprach
M.Older.
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Die getarnte Zeitmaschine mit den Optionspfeilen
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S.Kinner sucht das Haus des Professors
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Ein Funkspruch erreichte unser Team; "S.Kinner
ist auf dem Weg hierher", erklärte M.Older. "Er hat
unsere Spezialisten R.Mittler und B.Schränkt dabei. Die werden
sich die Maschine anschauen. Das sind hervorragende Techniker."
"Wie konnte der Drache eigentlich zum Leben erweckt werden?"
"Das war scheinbar ich bei meiner ersten Zeitreise. Ich hab'
dort einen Drachen vor dem Ausstopfen bewahrt; er hat die Hälfte
meines Herzens bekommen. Scheinbar ist er dadurch zum Leben erweckt
worden." Ja, das klang logisch. Schon klopfte es an die Tür
und S.Kinner war da. "Servus, grüaßt's euch. Ich
hab' auch schon 'nen Lastwagen geordert, um die Maschine abzuholen."
Nur zehn Minuten später war dieser da. Peter Bilt, der Fahrer
des Schwerlasttransporters mit 46 Achsen parkte ein, während
ihn sein norwegischer Beifahrer Lars Twagen einwies; nein nicht
in eine Klinik, er war ja nur Beifahrer...
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Unim Og, der süd-koreanische Zeitarbeiter
legte derweil das Verzurrgerät an der Maschine an, wobei ihm
der Verlademeister Mac Boss aus Schottland half. Kranführer
Mac Greifer, mit Mac Boss schwiegermütterlicherseits verwandt
lud dann die Maschine auf den Tiefstapler äh Tieflader; nun
fuhren Sie es zum Fluß, wo sie sie auf eine Schiff verluden,
die MS Klubmetwuascht. "Inzwischen hatten Sie den Professor
überzeugt und so fuhren Sie wieder Richtung Downtown, während
die Zeitmaschine auf dem Ladekahn flußaufwärts plötzlich
in einen Sturm geriet. Da die Ladung nicht nach STVZO (SchiffsTransportVerkehrZurrOrdnung)
gesichert war, rutschte die Zeitmaschine in einer scharfen Linkskurve,
die der Kapitän fuhr um nicht zu kentern von Deck ins Wasser.
"Zeitmaschine über Board", schrie Tom Ate, der Sicherheitsoffizier,
doch es war zu spät. Die Maschine begann zu funken, zu rauchen,
zu explodieren und eine riesige Dreckwolke begann sich auszubreiten.
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Das Schiff im Sturm
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Die Giftwolke über Downtown Pickelsheim
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Wie sich später herausstellen sollte, giftiges
Chorgas in a-moll. Die Stadt konnte leider nicht mehr rechtzeitig
gewarrnt werden, die Wolke breitete sich ohne Pause aus und das
Bangen begann. Gottseidank gab es nur wenige Schwerverätze.
Die Maschine, deren Aussenhülle aus Holz war, das auf einem
antimagnetischen magnesischen Endoskelett aufgetragen war (furniert),
schmolz zu einem unbrauchbaren Klumpen Metallschrott zusammen. Naja,
nicht ganz unbrauchbar: Sie wurde geborgen und das V.P.I. lies sie
zu Compound-Holz-Magnesiumtellern verarbeiten; somit bekamen sie
wenigstens die Bergungskosten rein. Den Verletzten mußten
Horrorsummen gezahlt werden, so etwa 34234236+1431234123 oder noch
höhere Summen. Und das nur wegen des blöden Produkts 1234124*756456784.
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V.P.I. Hauptquartier in Pickelsheim, Putzkammer,
Mittagspause - 19.Juli 12.47 Uhr
Wie von Geisterhand fiel plötzlich in der Putzkammer
ein Besenstiel um, ohne das ihn jemand berührt hatte. Was war da
nur los?
V.P.I. Hauptquartier in
Pickelsheim, S.Gully's Büro , Mittagspause - 19.Juli 12.47 Uhr
"Was war das M.Older?" "Ich glaub' es
ist nur wieder der Besenstiel umgefallen" "Dann ist ja gut."
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"S.Gully, irgendwie sehen Sie wahnsinnig blaß
aus , oder? Fühlen Sie sich nicht gut?", fragte M.Older
besorgt. "Nein, ich hatte gerade in der Mittagspause einen
rohen Fisch bei Kai Ekel, dem Fischverkäufer unten im Gemüseviertel,
ich glaub' der ist mir nicht bekommen. Ich glaub' Kai hat mich angelogen,
er hat gesagt, der ist noch gut der Barsch, der Arsch, der wäre
erst sechs Wochen alt, aber er hätte ihn immer im Kühlschrank
gehabt. Den Fisch, nicht seinen Hintern." "So ein Schwein.
Am besten Sie gehen nach Hause und legen Sich ins Bett, ich schick'
ihnen meine neue Haushälterin Trish Lorraine vorbei, die macht
ihnen dann was Leckeres, wenn ihnen wieder danach ist, ok? Das stehen
sie schon durch. Ich sag' ihr sie soll auch gleich ein paar rote
Eimer mitnehmen, sicher ist sicher." Somit hatte S.Gully während
der nächsten Woche viel Zeit Fernseh zu schauen, sie speite
ja in der ersten Reihe, also wie soll ich sagen, als sie wieder
im Dienst war war sie ja praktisch der Serienkönig...
Anmerkung des Autors:
Unter uns: Am liebsten wäre ja Sonja am Mittag
heute um Punkt 12 mit Hans Meiser zum Marienhof gefahren, um ihren
Big Brother den großen Preis ruckzuck zu überreichen,
den er beim Glücksrad gewonnen hatte, aber die guten Zeiten,
die sie früher hatten waren inzwischen schlechte Zeiten und
Arabella war vielleicht grad mal noch 'ne Tagesschau.
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Kai Ekel - Fischverkäufer der gerne lügt.
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S.Gully's Wohnung in Pickelsheim, Schlafzimmer,
S.Gully leicht bekleidet - 21.Juli 19.11 Uhr
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Schöne Blumen wo sie mal standen
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Es klingelte...es war M.Older, der S.Gully einen schönen
Blumenstrauß im Naturschutzgebiet gepflückt hatte...da
waren sie nicht nur am schönsten, sondern eindeutig auch
am billigsten.
So endetet auch diese Geschichte mit einem Happy-End, und auch
ich frage mich, was eigentlich aus dem Drachen geworden ist, und
ob M.Older S.Gully, wie so oft schon mal wieder rumgekriegt hat.
Aber mit den Blumen hat sie sich sicher mal wieder erweichen lassen...
So ist das einfach...solche tollen Typen wie M.Older können
einfach jede haben, und Du schreibst Dir zuhause die Finger wund
und was nützt's? Nichts. So ein Scheiße auch, oder.
Also wenn Du 'ne Frau bist schick' mir doch 'ne mail.
Am besten mit Foto. Ich bin so allein.
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